Sowohl die Anzahl der Besucher als auch der hohe Anteil an Fachbesuchern zeigen, dass die Stimmungslage der Branche besser ist als von vielen erwartet worden war.
Die Messe wandelt sich zur Kontaktbörse. Gezeigte Produkte, Unterlagen auf der Messe wurden reduziert, online Informationen dafür höher gewichtet.
Neuentwicklungen im Maschinenbau waren praktisch nicht vorhanden. Als Ausnahme ist der 4fach Langdreher MS12-4 von Traub zu nennen. Ansonsten gab es Komplettierungen des Portfolios, u.a. Portalmaschinen von GROB.
Erwartungsgemäß drängen mehr Unternehmen in digitale Prozessunterstützung auch mit KI. Hier können auch Start-Ups Akzente setzen, so z.B. Fa. Cerpro mit einem Ansatz zur Automatisierung der Qualitätssicherung.
Die Verfügbarkeit von Automationslösungen ist quasi zum Standard geworden. Ansätze zur Optimierung des Gesamtdurchlaufes werden auch von Nicht-Maschinenbauern eingebracht, Bsp. Hoffmann Group.
Mit den bestehenden lokalen und globalen Herausforderungen gehen die Unternehmen entsprechend ihres Produktportfolios unterschiedlich um (siehe dazu auch VDI Nachrichten 4. September 2026, Beitrag „Weniger Auto, Mehr Vielfalt von Martin Ciupek mit Informationen zu FFG Group, Chiron Group und DMGMORI).
Allgemein beobachte ich weiterhin den Trend zu Konsolidierung und Gruppenbildung mit höherer Marktabdeckung. Beispiel sind u.a. Fa. Kern (Deutschland mit amerikanischen Investor) und ACE Micromatic Group aus Indien.
Die positive Gesamteinschätzung in Bezug auf das Angebot sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Produktion in Mitteleuropa vielen Firmen zu teuer geworden ist. Sie weichen in Regionen mit geringeren Arbeits- und Energiekosten aus. (Siehe dazu auch Beitrag Fa. Technicieny, „Wertschöpfung und Kostensenkung gesamthaft betrachten“). Gleichzeitig drängen Firmen aus solchen Regionen weiterhin mit guter Qualität in den europäischen Markt, z.B. Fa. SMEC (Südkorea), Fa. HAWEA (Taiwan), Fa. SYIL (China) und Fa. Jyoti (Indien).
Um das Risiko für den Fertiger zu reduzieren bieten einige Firmen Finanzierungslösungen an. Neu empfand ich, dass auch ein Steuerungshersteller wie Siemens diesen Weg unterstützt. Das passt auch in die von Siemens entwickelte Cloud für sichere Daten und KI.
Für weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung: info@techniciency.de.
Die Branche zeigt sich erstaunlich robust. Wettbewerbsvorteile über Komplettlösungen mit Automatisierung und ergänzenden IT-Umgebungen sind immer noch möglich. Innovationen bei Maschinenkonzepten sind kaum noch vorhanden.
Die Globalisierung schreitet voran. In gesättigten Märkten bestimmen Arbeits- und Energiekosten die Wettbewerbsposition maßgeblich mit.
China ist präsent, Indien kommt, viele europäische Hersteller geraten in die Nische. Langfristig nehmen auch die Stückzahlen der in Zentraleuropa produzierten Maschinen selbst bei großen Herstellern ab. Die Wertschöpfung wird stattfinden wo Kosten attraktiv sind. Optimierte Supply Chains sind deshalb neben neuen Ideen gefragter denn je.
Wir möchten in der angefügten Präsentation einige Anregungen unsererseits geben.

